Fehler: Ein großer Fehler, den viele klein- und mittelständische Unternehmen machen, ist die mangelnde Integration ihrer Markenidentität in das Interior Design. Es ist entscheidend, dass die visuelle Gestaltung des Raums die Werte und den Charakter der Marke widerspiegelt. Wenn der Raum keine klare Verbindung zur Marke hat, kann es dazu führen, dass Kundinnen und Besucherinnen das Unternehmen als weniger professionell oder unaufmerksam wahrnehmen.
Beispiel: Nehmen wir eine Zahnarztpraxis, die keine klare visuelle Verbindung zu ihrer Markenidentität herstellt. Ein Zahnarzt, der auf hochwertige, sanfte Behandlung und moderne Technologien setzt, könnte eine Praxisgestaltung wählen, die mit einem steril aussehenden, kalten Ambiente und veralteten Möbeln arbeitet. Diese Praxis könnte bei Patient*innen den Eindruck erwecken, dass die Praxis nicht mit den neuesten Technologien oder Trends Schritt hält, was das Vertrauen beeinträchtigen könnte.
Lösung: Eine gut gestaltete Zahnarztpraxis könnte klare Elemente ihrer Marke einfließen lassen, wie etwa beruhigende Farben, die mit einem modernen Design harmonieren, sowie Elemente wie dezente Logos oder symbolische Akzente, die Vertrauen und Innovationskraft vermitteln. Beispielsweise könnte die Praxis eine Kombination aus warmen Farben und modernen Möbeln nutzen, um sowohl eine beruhigende als auch professionelle Atmosphäre zu schaffen.
Fehler: Häufig wird im Interior Design die Funktionalität zugunsten von Ästhetik übersehen. In Praxen und Geschäften, in denen der Betrieb effizient und kundenorientiert ablaufen muss, ist eine ausgewogene Mischung aus Funktionalität und Design entscheidend. Schlechte Planung kann zu unpraktischen oder unkomfortablen Räumen führen, was sowohl das Kundenerlebnis als auch die Arbeitsweise beeinträchtigt.
Beispiel: In einem Kosmetik- oder Friseursalon könnte eine zu enge Raumaufteilung dazu führen, dass die Mitarbeitenden nicht effizient arbeiten können und Kund*innen Schwierigkeiten haben, sich in den engen Wartebereichen wohlzufühlen. Dies könnte das gesamte Erlebnis für die Kundschaft beeinträchtigen, die Atmosphäre wird als unangenehm empfunden und die Kundenzufriedenheit sinkt.
Lösung: Ein gut durchdachter Salon könnte großzügigere, multifunktionale Wartebereiche und leicht zugängliche Arbeitsstationen bieten, die gleichzeitig den ästhetischen Stil des Salons widerspiegeln. Eine klare Zonierung für unterschiedliche Tätigkeiten – vom Empfang über den Arbeitsbereich bis hin zum Rückzugsort für die Kundschaft – schafft sowohl eine funktionale als auch eine einladende Atmosphäre.
Fehler: Beleuchtung ist ein entscheidender Aspekt bei der Gestaltung von Geschäftsräumen, der oft übersehen wird. Falsche Beleuchtung kann das Design eines Raums stark beeinträchtigen und eine unangenehme Atmosphäre erzeugen, was vor allem in Geschäften und Praxen, in denen das Kundenerlebnis im Vordergrund steht, problematisch ist.
Beispiel: Ein Kosmetikgeschäft könnte durch die Wahl eines zu grellen Lichts in den Verkaufsflächen den Eindruck einer kühlen, wenig einladenden Umgebung erwecken. Besonders bei Kosmetikprodukten, bei denen die Atmosphäre einladend und entspannend wirken sollte, kann schlechte Beleuchtung den Verkaufsprozess negativ beeinflussen und potenzielle Kund*innen abschrecken.
Lösung: Eine geeignete Beleuchtung für ein Kosmetikgeschäft würde die Verwendung von weichem, warmem Licht und Akzentbeleuchtung beinhalten, um die Produkte optimal in Szene zu setzen und gleichzeitig eine entspannende Atmosphäre zu schaffen. Die Beleuchtung könnte dimmbar sein, um sich an die Tageszeit oder den gewünschten Effekt anzupassen und eine angenehme Einkaufserfahrung zu gewährleisten.
Fehler: In vielen Praxen und Geschäftsbereichen, in denen sensible Informationen oder Dienstleistungen angeboten werden, wird die Privatsphäre der Kundinnen oder Patientinnen nicht ausreichend berücksichtigt. Dies kann dazu führen, dass sich Kundinnen oder Patientinnen unwohl oder unsicher fühlen, was langfristig das Vertrauen und die Kundenzufriedenheit beeinträchtigen kann.
Beispiel: In einer Psychotherapie-Praxis könnte die Gestaltung des Wartebereichs so schlecht sein, dass Gespräche, die zwischen den Therapeutinnen und den Patientinnen geführt werden, von anderen Patient*innen mitgehört werden können. Dies würde das Gefühl der Sicherheit und Privatsphäre erheblich beeinträchtigen und könnte das Vertrauen in die Praxis schädigen.
Lösung: Für eine Psychotherapie-Praxis ist es entscheidend, dass Räume mit geeigneten Akustiklösungen und durchdachten Trennwänden so gestaltet werden, dass Gespräche nicht in den Wartebereich oder benachbarte Räume dringen. Auch private Gesprächszonen, in denen Patientinnen ungestört sprechen können, sind wichtig. Zusätzlich können Möbel und Raumgestaltung so gewählt werden, dass eine intime und beruhigende Atmosphäre entsteht, die den Patientinnen das Gefühl der Sicherheit und Privatsphäre vermittelt.
Fehler: Besonders in Massagestudios oder Osteopathiepraxen, in denen oft körperliche Behandlungen am nackten Oberkörper stattfinden, ist es entscheidend, den Patientinnen oder Kundinnen einen Raum der Intimität und Sicherheit zu bieten. Wenn die Privatsphäre nicht ausreichend berücksichtigt wird, kann das zu Unwohlsein führen, was die Qualität der Behandlung und das Vertrauen in die Praxis beeinträchtigt.
Beispiel: In einem Massagestudio, in dem der Raum zu offen gestaltet ist oder nicht genügend Trennwände vorhanden sind, könnten Patientinnen Schwierigkeiten haben, sich auszuziehen und in entspannter Atmosphäre ihre Behandlung zu genießen. Wenn der Behandlungsraum nur durch eine dünne Gardine vom angrenzenden Raum getrennt ist oder keine geschützten Umkleidemöglichkeiten bestehen, fühlen sich die Patientinnen möglicherweise beobachtet und unwohl. Diese Unsicherheit kann dazu führen, dass sie sich nicht vollständig entspannen, was wiederum die Wirksamkeit der Behandlung verringert.
Lösung: In einer Massage- oder Osteopathiepraxis sollte der Raum so gestaltet sein, dass den Kundinnen eine hohe Privatsphäre gewährt wird. Der Raum sollte durch Raumteiler oder freistehende Trennwände so unterteilt werden, dass die Kundinnen sich jederzeit sicher und geschützt fühlen. Dazu gehört auch, dass der Raum ausreichend groß ist, um Bewegungsfreiheit zu gewährleisten, ohne dass sich die Patientinnen beobachtet fühlen. Akustische Trennwände oder Schallschutzmaßnahmen sorgen dafür, dass keine Geräusche aus anderen Bereichen in den Behandlungsraum dringen, was die Privatsphäre weiter unterstützt. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass sich die Kundinnen vollständig entspannen können und die Behandlung in einer Atmosphäre des Vertrauens und Wohlbefindens stattfinden kann.
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Jill-Alina Chaaban
Gießener Straße 1
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